| :: We don`t need no education :: |
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"Schule ist scheiße", das ist es, was viele SchülerInnen über die Schule denken. Dieser Text soll sich mit den Gründen für diese Empfindung auseinander setzen. Hierzu betrachten wir als erstes einmal den Platz, den die Schule innerhalb der bürgerlichen Gesellschaft einnimmt. Die Schule ist meistens das erste, was das Kind bewusst von dem Staat wahrnimmt. Der Staat zwingt es in die Schule zu gehen. Doch warum hat der Staat ein so großes Interesse daran, dass ein Kind in die Schule geht? Das liegt ganz einfach daran, dass die Staaten untereinander im Wettbewerb um den besten Standort für global erfolgreiche Unternehmen stehen. Somit werden die Schulen von dem Staat danach ausgerichtet, dass sie möglichst effektiv auf ein späteres Berufsleben vorbereiten. Es geht also nicht mehr um das "Wissen" an sich, sondern nur noch um die Verwertbarmachung des Wissens über das Individuum innerhalb der Verwertungslogik des Kapitalismus. Diese Tatsache müsste jedeR spätestens nach der Diskussion um die Pisa-Studie klar geworden sein. Im folgenden sollen nun die sich hieraus direkt ergebenden Kritikpunkte erläutert, sowie Herrschaftsstrukturen innerhalb des Schultags behandelt werden. //Autorität und Unterordnung Die LehrerInnen werden zu Autoritätspersonen, denen sich die SchülerInnen unterzuordnen haben. Diese Autoritätspersonen müssen während des Unterrichts den SchülerInnen einen gesetzlich vorgeschriebenen Unterrichtsstoff lehren. Die LehrerInnen haben während des Unterrichts das objektiv richtige Wissen inne, das eher selten angezweifelt werden darf. Außerdem bereitet der/die LehrerIn den Unterricht vor. Sie/Er sucht also die Quellen etc. aus und bringt die Materialien in den Unterricht ein. Dadurch, dass die SchülerInnen die LehrerIn siezen müssen die LehrerIn die SchülerInnen jedoch duzt wird das hierarchische Verhältnis auch in der verbalen Kommunikation deutlich. Erst ab der Oberstufe werden die SchülerInnen auch gesiezt, denn diese sind im Begriff der Elite beizutreten. Die SchülerInnen müssen sich also schlussendlich der LehrerIn unterordnen. Sollten sie dies jedoch nicht tun, bleibt der LehrerIn immer noch die Notenvergabe als Mittel um die SchülerInnen gefügig zu machen.//Kategorisierung des Menschen Nach der Absolvierung der Grundschule wird nach "Begabung", der erbrachten "Leistung" und nicht zu vergessen, nach dem sozialen Milieu entschieden, ob die SchülerInnen die Haupt-, Realschule oder das Gymnasium besucht. Diese Entscheidung wird das spätere Leben der SchülerInnen bestimmen. Von der Haupt- und Realschule geht es meistens direkt ab in Berufsleben. Auf dem Gymnasium hingegen wird die gesellschaftliche Elite herangezüchtet. Somit bekommt die Arbeitskraft der Individuen eine unterschiedliche Qualität.Mensch lernt also nicht für das Leben, sondern dafür sich möglichst nützlich in den Verwertungsprozess einzugliedern und für sich das Maximum an Gehalt herauszuschlagen. Schule trägt also mit dazu bei, dass diese Gesellschaft sozial hierarchisiert ist. //Mitbestimmung der SchülerInnen? Eigentlich könnte mensch ja davon ausgehen, dass die SchülerInen entscheiden, was sie lernen und was nicht. Das ist jedoch bei weitem nicht so. Denn ein Mitbestimmungsrecht haben SchülerInnen nicht. Sie haben im besten Fall das Recht etwas vorzuschlagen, zuzuhören, zu vermitteln, evtl. sich zu beschweren. Doch alle diese Rechte wirken sich selten auf den Schulalltag aus. Die SchülerInnen haben nicht das Recht, sich den Unterricht so zu legen, wie es ihnen passt. Sie haben keine Möglichkeit den Inhalt zu bestimmen etc.. Die Einrichtung der SchülerInnenvertretung ist eher eine Farce. Denn diese VertreterInnen haben keine Möglichkeiten irgend etwas mit zu bestimmen. Es zeigt sich also eine erstaunliche Nähe zur bürgerlichen Demokratie: Die Wahlen sichern vielmehr das Bestehende. Sie suggerieren die Möglichkeit etwas verändern zu können. Dabei ist schon vorher per Gesetzt die Unmöglichkeit der Veränderung festgelegt.//Noten Noten entstehen aus Prüfungssituationen. Je nach dem Empfinden der LehrerIn wird nun der von der SchülerIn erbrachten Leistung eine Zahl von 1-6 zugewiesen. Die Vorbereitung für die Prüfungssituationen aus Sicht der SchülerIn lässt sich ungefähr mit einem Zwanghaften Saufgelage vergleichen. Die SchülerIn trinkt und trinkt und hofft das sie nicht alles aus kotzt, während sie noch im Bus nach Hause fährt. Behalten von dem eigentlichen Lernstoff tut die SchülerIn wahrscheinlich so gut wie nichts. Denn der Lernstoff interessiert sie/ihn auch überhaupt nicht. Hier wird insbesondere deutlich, das die Schule nichts damit zu tun hat Menschen zu fördern, oder ihnen die Möglichkeit zu geben sich zu kritischen Individuen zu entwickeln. Schule trägt also dazu bei Menschen zu standardisieren, anstatt ihnen die Möglichkeit zugeben, individuell ihren geistigen Fähigkeiten nach zugehen.Es geht darum, die Menschen zu kategorisieren und Hierarchien zwischen ihnen aufzubauen. So ist das Humankapital dann endlich direkt miteinander vergleichbar. Wenn du schon öfters den Spruch "Was soll aus dir nur werden?" gehört hast, heißt das ungefähr soviel wie: "Was soll die Gesellschaft denn mit so einem schlecht verwertbaren Humankapital anfangen?" //Fazit & Alternativen? Schule stabilisiert also das gegenwärtige gesellschaftliche System. In der Schule werden die Menschen fit gemacht für das Leben im Kapitalismus. Am Ende der Schulzeit sind die SchülerInnen dann bereit, sich verwerten zu lassen, Geld zu erwirtschaften und somit innerhalb dieses Systems zu überleben. Ob es Möglichkeiten geben kann, innerhalb dieser Gesellschaft das Schulsystem zu verändern, darüber lässt sich streiten. Der Schulalltag ließe sich sicherlich ein bisschen angenehmer gestalten, aber ob das dann die Alternative ist?Es bleibt also dabei: There is only one solution: Revolution |
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