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Wir rufen alle Antifaschistinnen und Antifaschisten auf am 18.11.2006 ab 10.00 Uhr nach Halbe (bei Berlin) zu kommen
Seit 2003 führt der Nazi-Verein Freundeskreis Halbe e.V, anlässlich des im November stattfindenden Volkstrauertags ein so genanntes Heldengedenken durch. Ziel der Naziaufmärsche ist der Waldfriedhof von Halbe, der größte Soldatenfriedhof in der BRD. Nachdem im Jahr 2005 der Aufmarsch von 1.700 Neonazis durch ein breites gesellschaftliches Bündnis gestoppt werden konnte, mobilisiert die rechtsradikale Szene verstärkt nach Halbe. Am 13. März 2006 marschierten – quasi als Revanche für ihr Scheitern im November – rund 800 Nazis in dem kleinen brandenburgischen Ort auf und führten unter Trommelwirbel einen Fahnenappell durch. Schon 1990 und 1991 versammelte sich die militante Naziszene der Bundesrepublik am Volkstrauertag in Halbe. Danach wurde der Naziaufmarsch bis zum Jahr 2002 verboten. 2003 fand das “Heldengedenken” mit etwa 700 TeilnehmerInnen unter dem Motto “Ruhm und Ehre dem deutschen Frontsoldaten” wieder statt. Am 12. November 2005 waren es dann schon über 1.700 Nazis, die sich in Halbe versammelten. Aber nicht nur am Vorabend des Volkstrauertages wird Halbe von ihnen heimgesucht. Am 11. März 2006 marschierten rund 800 Neo-Nazis erstmalig nach langer Zeit wieder mit Trommeln auf und hielten einen Fahnenappell vor dem Friedhof ab. Ihr Ziel ist es, diesen Friedhof als Symbol, als Wallfahrtsort für das nationalsozialistische System an sich zu etablieren. Mit der Ehrung der toten Soldaten und der Leugnung der deutschen Verbrechen versuchen sie den Nationalsozialismus und den Krieg zu verklären. Der "Kampf bis zum Tod" dient als Symbol für "deutschen Opfermut" und "deutsche Treue". Diese offene Bezugnahme auf die Heldenmythen des „Dritten Reichs“ garantiert den Organisatoren hohe Teilnehmerzahlen. Die Bedingungen für die Etablierung eines neonazistisch geprägten Gedenkens sind derzeit gut. Neben der Anerkennung der deutschen Verantwortung für den Holocaust hat sich in den letzten Jahren eine bürgerliche Erinnerungskultur entwickelt, die die Deutschen als gleichberechtigte Opfer wahrnimmt. (Nicht nur) in Halbe treibt z.B. der Volksbund der Kriegsgräberfürsorge (VdK) als Verwalter des Friedhofs diese Entwicklung voran und erleichtert damit auch den Rechten den Anschluss an gesellschaftlich erwünschte Gedenkrituale. Unser Ziel ist es, diesem gespenstischen Treiben ein Ende zu setzen. Deshalb beteiligen wir uns an den Protesten in Halbe, deshalb werden wir – linke und antifaschistische Initiativen aus Berlin – sie durch einen eigenständigen entschiedenen antifaschistischen Zug ergänzen. Naziaufmarsch verhindern! Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
Berlin-Brandenburger Bündnis NS-Verherrlichung stoppen! |
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Am 21. Oktober wollen Neonazis in Berlin-Tegel ihre Solidarität mit dem verurteilten Volksverhetzer und Sänger der Band "Landser", Michael "Lunikoff" Regener, zeigen. Eine Demonstration und ein Rechtsrock Konzert mit 3 Bands ist geplant. Wir wollen den Nazis nicht die Straße überlassen!
Die Nazis treffen sich um 13 Uhr am S-Bhf Tegel und wollen dann über die Berliner und Seidelstraße vor die JVA ziehen wo Regener einsitzt. Dort ist ein Rechtsrock Konzert u.a mit Agitator und Faktor Deutschland geplant. Die NPD-Berlin hat 1200 Personen angemeldet, die Polizei sagt zu diesen Zahlen nichts. Es ist unwahrscheinlich, dass diese Zahl auch nur ansatzweise erreicht wird. Allerdings werden Neonazis aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet.
Dieser Provokation wollen wir einen entschlossenen antifaschistischen Widerstand entgegensetzen. Es wird eine zentrale Bündnisdemonstration geben und 2 Kundgebungen, welche im Anschluss aufgesucht werden können. Natürlich ist es jedem/jeder selbst überlassen ob er/sie hinter der Absperrung stehen bleibt oder sich lieber frei bewegt und dabei vielleicht noch ein bischen Spaß hat.
Die Gegendemonstration findet statt: 21. Oktober 2006, 12 Uhr, U-Bhf Alt-Tegel (U6)
Kundgebungen ebenfalls ab 12 Uhr: 1. Egellsstraße/Berlinerstraße (UBhf. Borsigwerke U6) 2. Flohrstraße/Seidelstraße (UBhf. Holzhauserstraße U6) |
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