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Termine
6.bis 10.8.2008 // Mülheim
AntifaCamp


12.08.2008 // Recklinghausen
Infoveranstaltung: Der Anti-Islam-Kongress



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6.8.bis 10.8.2008 AZ Mülheim
Antifa Camp 2008
Antifaschistisches Jugendcamp im Ruhrgebiet

Auch in diesem Jahr findet vom 6.-10. August das Antifaschistische Jugendcamp im Ruhrgebiet statt. Nachdem das Camp jahrelang im Druckluft in Oberhausen gastierte, wird es in diesem Jahr erstmals im AZ Mülheim/Ruhr stattfinden. Uns als Mit-Veranstalter ist es wichtig zu betonen, dass Antifaschismus für uns mehr bedeutet als nur schlicht gegen Nazis zu sein. Uns liegt es sehr am Herzen die herrschenden Verhältnisse zu kritisieren, aus denen immer wieder faschistische Tendenzen hervorgehen.
Informationnen zum näheren Ablauf und dem diesjährigen Workshop- und Seminarangebot findet Ihr auf den verlinkten Seiten.


Related Links
>> Homepage des Antifacamps
>> Homepage der Antifa-Gruppen aus NRW
>> az-muelheim.de



12.8.2008 | 19:00 | AKZ Recklinghausen
Mobilisierungs- und Infoveranstaltung
Veranstaltung mit dem AK-Antifa Köln zum Anti-Islam-Kongress

Am 20. September 2008 will die extreme rechte “Bürgerbewegung” pro Köln einen “Anti-Islam-Kongress” in Köln veranstalten. Zu diesem Termin sind europäische Parteien und Po­litiker geladen, gemeinsam in rassistischer Manier zu hetzen. Mit dabei sind die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ), der belgische Vlaams Belang, der Front National (FN) aus Frank­reich, Alsace d´abord sowie Die Freiheitlichen (Südtirol). n vielen europäischen Ländern werben extrem rechte oder faschistische wie postfaschi­stische Parteien mit anti-islamischen Parolen. So fordert die FPÖ ein Verbot für Minarette und ihr Vorsitzender Strache spricht davon, dass der Kampf der Kulturen im 21. Jahrhundert bereits begonnen habe. Der Islamismus sei der Faschismus des 21. Jahrhunderts. Auch FN, Vlaams Belang oder Alsace d´abord verfolgen keinen direkten biologistischen Rassismus, sondern feinden Menschen aufgrund angeblicher kultureller Unterschiede an. “Anti-Islam” als Thema hat Hochkonjunktur bei der extremen Rechten in Europa. Der Vortrag des Antifa AK wird zu­nächst die verschiedenen politischen Akteure der Rechten in Europa beleuchten, ihrer Ge­meinsamkeiten und ihre Differenzen gegenüberstellen.
Im Anschluss wird es eine vergleichende Darstellung der Versuche der extremen Rechten mit dem Thema “Anti-Islam” für sich zu werben geben. Selbstverständlich werden auch “pro Köln” und der Moscheebaustreit am Rhein ein Teilaspekt der Veranstaltung sein, an dem gewiss im Anschluss des Vortrages die Möglichkeit besteht, das Thema vertieft zu debattieren.


Related Links
>> Offene Antifa recklinghausen
>> Mobilisierungs-Homepage
>> AKZ Recklinghausen


Neuerscheinung
›Deutschlandwunder – Wunsch und Wahn in der postnazistischen Kultur‹

Seit 1945 sind kulturindustriellen Medien Austragungsort der Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Die Fokussierung auf die deutsche Bevölkerung als Opfer im derzeitigen Boom von Büchern und Filmen, die sich mit dem Alltag im NS beschäftigen, ist kein neues Phänomen. Aktuell ist aber der Entwurf eines historischen Selbstverständnisses einer nach 1989 entstandenen nationalen Identität, die Auschwitz in die (Re-)Inszenierungen der deutschen Erinnerungsarbeit integriert. Die Berliner Republik ist zu einer Erzählgemeinschaft geworden, in der jeder „Zeitzeuge“ und jede „Zeitzeugin“ seinen bzw. ihren Platz hat. Egal ob jüdisches Opfer, sowjetischer Soldat oder deutsche Trümmerfrau, im neuen deutschen Erinnerungsdiskurs hat sich längst durchgesetzt, dass jede Erfahrung subjektiv und jedes Leid gleichwertig ist.
Diese Tendenz korrespondiert mit einer stärkeren Öffnung von Jugend- und Populärkultur hin zu nationalen und historischen Themen. In der Musik, im Computerspiel oder im Hörspiel werden jene Geschichtsbilder mitverhandelt, die auch auf der Kinoleinwand und im Fernsehen zu bewundern sind. Auf der medialen Bühne der nationalen Inszenierung hat die dritte Tätergeneration einen privilegierten Platz: Die neue Unbefangenheit im Umgang mit der Geschichte, in der Auseinandersetzung mit den Erfahrungen der eigenen Großeltern, der Wunsch, bei der Weltmeisterschaft auch einmal unbeschwert „Schwarz-Rot-Geil“ zu sein, macht diese Generation zum Protagonisten eines neuen postnazistischen Nationalgefühls, das in jener Kultur entstand und sich aus dieser entwickelte, die nach 1945 wesentliche Elemente des nationalsozialistischen Bewusstseins, Strukturen der Entwirklichung, des Antisemitismus und des autoritären Charakters in die demokratische bzw. sozialistische Nachkriegsgesellschaft überführte.
Deutschlandwunder – Wunsch und Wahn in der postnazistischen Kultur untersucht die Bedeutung von Familie, Generation, Geschlecht, das Verhältnis von Individuum und Masse, von Antisemitismus und Opferdiskurs in Literatur, bildende Kunst, Popmusik, Hörspiel, Film und Computerspiel von den 50er Jahren bis in die Gegenwart.

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>> Abstracts der Texte
>> Homepage der Herausgeber


 
         



 
       
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